Blog | Mitarbeiterengagement: zu wertvoll, um es zu ignorieren

Veröffentlicht 29.05.2020 Questback

Mitarbeiterengagement: zu wertvoll, um es zu ignorieren

Angestellte gelten gemeinhin als das größte Kapital eines Unternehmens. Die meisten Firmen scheitern jedoch bei dem Versuch, den Mitarbeitenden ihre Wertschätzung sichtbar entgegenzubringen. Zwar mangelt es der Chefetage gewöhnlich nicht an einer entsprechenden Einstellung, aber oft äußert sich diese nicht im Alltag – auch weil Initiativen zum Mitarbeiterengagement kaum Beachtung finden. Welche Folgen das haben kann, wie Sie Ihre Mitarbeitenden motivieren können und wie wir bei Questback für mehr Mitarbeiterengagement sorgen, erfahren Sie hier.

Wahrnehmung, Organisation und Steigerung von Mitarbeiterengagement war eigentlich immer eine Aufgabe der HR-Abteilung. In den letzten 10 bis 15 Jahren haben sich aber mehr und mehr Führungskräfte diesem Thema angenommen. Es hält Einzug in die Unternehmenskultur: Die "Talent Edge 2020"-Studie von Deloitte zeigt, dass 83 Prozent der Führungskräfte großer Unternehmen davon überzeugt sind, dass ihre internen Förderprogramme entscheidend verbessert werden müssten.

Es ist offensichtlich, dass sich die Employee Experience auf den Unternehmenserfolg auswirkt und dennoch habenviele Firmen Schwierigkeiten, sich diesem Thema zu nähern. Für Führungskräfte mag das Mitarbeiterengagement Priorität haben, doch zwischen Vision und Realität klafft aber immer noch eine gewaltige Lücke.

 

MITARBEITERENGAGEMENT VERSTEHEN

Das Employee Engagement bestimmt, wie sehr sich Mitarbeitende dem Unternehmen verpflichtet fühlen, ob sie der Firma emotional verbunden sind und wie hoch die Bereitschaft ist, Ziele und Strategien umzusetzen.

Es gibt verschiedene Abstufungen des Mitarbeiterengagements:

  • Hohes Engagement: Solche Mitarbeitende sind jeden Tag zur Stelle, voller Motivation und arbeiten mit vollem Commitment daran, das Unternehmen voranzubringen. Sie sind die Besten der Besten, die Quintessenz einer Firma.
  • Mäßiges Engagement: Diese Mitarbeitenden leisten auf einem befriedigenden Niveau, tun aber nur wenig, um die Messlatte höher zu legen. Ihr Beitrag zum Gesamterfolg ist wenig konkret. Sie helfen aber, den Status quo zu erhalten.
  • Fehlende Motivation: Unkoordinierte und gleichgültige Mitarbeitende. Sie verfolgen ungerichtete Aktivitäten ohne Motivation und Blick auf den Erfolg des Unternehmens. Unmotivierte Mitarbeitende sind schlecht fürs Geschäft und kosten letztlich Geld.

Eine amerikanische Gallup-Studie ("The State of the American Workplace: Employee Engagement Insights for U.S. Business Leaders") aus dem Jahr 2013 identifizierte einen Mitarbeiteranteil von 70 Prozent als unmotiviert – 18 Prozent davon sogar 'aktiv unmotiviert'. Man schätzt, dass diese 18 Prozent in den USA jedes Jahr Produktivitätseinbußen zwischen 450 und 550 Milliarden Dollar ausmachen. Die Unternehmen mit den höchsten Engagement-Kennzahlen sind dagegen erheblich produktiver und profitabler als die Konkurrenz. 

Mangelndes Engagement bei Mitarbeitenden ist beispielsweise ein entscheidender Faktor bei den Fehlzeiten: In Deutschland entstehen der deutschen Wirtschaft laut dem Gallup Engagement Index, eine der umfangreichsten Studien zur Arbeitsplatzqualität hierzulande, Kosten von rund 14,3 Milliarden Euro – allein aufgrund von Fehlzeiten, die durch unzureichende emotionale Bindung der Mitarbeitenden verursacht werden.

Die Gallup-Studien bestätigen, was man in leistungsfähigen Unternehmen längst weiß: Engagierte, produktive und loyale Mitarbeitende mit einer positiven Einstellung zu ihrer Arbeit und der Unternehmensführung sind der Schlüssel zur Steigerung von Marktanteilen, Gewinnen und Kundenzufriedenheit.

 

ENGAGEMENT BEGINNT BEIM VORGESETZTEN

Was der Gallup Engagement Index klar gezeigt hat, ist die enorme Bedeutung der Führung fürs Mitarbeiterengagement. Eine geringe Mitarbeiterbindung und somit hohe Fluktuation im Unternehmen gehen häufig auf das Konto des Chefs: Laut der Studie haben in den zwölf Monaten vor der Befragung 45 Prozent der Mitarbeitenden ohne emotionale Bindung daran gedacht, ihren Arbeitsplatz wegen des Vorgesetzten zu wechseln. Dagegen waren es nur 5 Prozent der emotional engagierten Mitarbeitenden. Eine Kündigung ist meist mit einer roten Karte an das Management gleichzusetzen. Im Umkehrschluss gewinnt, wer an der Unternehmensführung feilt. Aber wie lassen sich Schwachstellen aufdecken?

 

STEIGERUNG DES MITARBEITERENGAGEMENTS DURCH EINBLICKE IN ECHTZEIT

Die Wirtschaft hat sich gewandelt, häufig aber nicht die Art, wie Unternehmen eine Mitarbeiterbefragung durchführen. Man vertraut noch allzu oft auf Papier und Stift oder unflexible Umfrageformen von Drittanbietern. Mitarbeiterbefragungen auf Papier sind zeitaufwändig und fehleranfällig. Daten händisch zu erheben und auszuwerten ist eine immense Arbeit, weshalb solche Mitarbeiterbefragungen maximal ein- oder zweimal pro Jahr durchgeführt werden. UZusätzlich macht die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Drittanbieter den Prozess teuer und oft dauert die Durchführung Monate.

Diese Herangehensweisen berücksichtigen zudem nicht die Tatsache, dass Geschäftstätigkeit in Echtzeit stattfindet. Unternehmen muss es möglich sein, kontinuierlich Informationen zu sammeln, um regelmäßig das Mitarbeiterengagement messen und managen zu können.

Nur unternehmensweites Echtzeit-Feedback bringt die nötigen Einsichten, das Mitarbeiterengagement zu verbessern. Zum Beispiel durch:

  • Befähigung von Teams: Jeder hat die Informationen, die für das effektive Management seiner Arbeit benötigt wird. Und jeder versteht genau, wie seine Arbeit zum großen Ganzen beiträgt.
  • Akkurates und zeitnahes Feedback: Statt Feedback nur für eine jährliche Leistungsbewertung zu sammeln, bekommen Führungskräfte die notwendigen Informationen für die Schulung ihrer Mitarbeitenden und die Führung sinnvoller Leistungsgespräche.
  • Eine Stimme für die Mitarbeitenden: Mitarbeitende fühlen sich bestärkt, wenn sie von ihren Führungskräften regelmäßig nach Feedback gefragt werden und wenn sie erleben, wie ihr Input im Unternehmen genutzt wird und langfristig zum Bestandteil der Unternehmenskultur wird.

 

Sieben Warnsignale für fehlende Motivation

Umgekehrt leiden Mitarbeitende, die nicht das Gefühl haben, dass ihr Feedback die nötige Wertschätzung erfährt, oft an fehlender Motivation. Dabei lässt sich diese frühzeitig erkennen, um ihr entgegen zu wirken:

1. Ihre Mitarbeitenden erkennen nicht den eigenen Wert.

Schaffen Sie durch häufigere Beurteilungen einen fortlaufenden Leistungsdialog und verbessern Sie so die Kommunikation über Herausforderungen, Prioritäten und Ziele in Ihrer gesamten Belegschaft.

2. Ihre Mitarbeitenden fühlen sich anonym.

Wenn Ihre Mitarbeitenden keine Wertschätzung erfahren, sich unsichtbar fühlen und glauben, dass ihre besonderen Qualitäten verkannt werden, dann wird ihr Engagement darunter leiden. Hören Sie auf Ihre Angestellten, erfahren Sie, was sie antreibt und wo sie gerade in ihrem Leben stehen.

3. Die Bedürfnisse der Mitarbeitenden werden nicht erfüllt.

Geben Sie ihnen mehr soziale Unterstützung, machen Sie Ressourcen und Informationen leichter verfügbar, ermuntern Sie Ihre Mitarbeitenden zur Weiterentwicklung und bieten Sie größere Flexibilität. Erkennen Sie, wie wertvoll es ist, das Wachstum und die Verbesserung Ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen.

4. Tappen Ihre Mitarbeitenden im Dunkeln?

Lassen Sie Mitarbeitende, die etwas wissen wollen oder etwas wissen müssen, nicht im Ungewissen, sondern geben Sie ihnen Zugang zu den Informationen, die sie für größere Produktivität und Motivation brauchen.

5. Zeigen Ihre Mitarbeitenden noch Initiative und Einsatzbereitschaft?

Wenn ein Mitarbeitender anstehende Aufgaben nicht mehr bereitwillig erfüllen will, dann halten Sie die Augen offen: Vielleicht hat irgendetwas an ihrem Arbeitsplatz für das Schwinden der einstigen Begeisterung gesorgt.

6. Bekommen Mitarbeitende Anerkennung für ihre Arbeit?

Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden wissen – formell oder als Teil einer privaten, ehrlichen Konversation –, dass Sie ihre Mühen schätzen. Wer Wertschätzung für seine Arbeit verspürt, der wird auch in Zukunft gut arbeiten.

7. Sind Ihre Erwartungen realistisch?

Selbst der hervorragendste Mitarbeitende kann nicht jede (der heutzutage nicht selten überzogenen) Erwartungen erfüllen – irgendwann schaltet er einfach ab. Sorgen Sie in einem Projekt für eine größere Zahl besser erreichbarer Schritte. So werden Mitarbeitende motiviert, nicht überwältigt.

Kein Mensch ist wie der andere. Je besser Sie die Menschen in ihrem Umkreis kennen, desto besser wird Ihr Business funktionieren.

 

WIE QUESTBACK FÜR MOTIVIERTE MITARBEITENDE SORGT

Wir bei Questback helfen unseren Kunden bei der Entwicklung von Feedback-Prozessen, an deren Ende die Erhöhung des Mitarbeiterengagements steht. Was wir predigen, setzen wir aber auch selbst in die Tat um! Hier sind ein paar Beispiele, wie Questback für engagierte Mitarbeitende sorgt.

1. Durch gemeinsame Werte verbunden

Jenseits unseres Wertversprechens halten wir auch bestimmte zentrale Werte hoch. Sie fallen in drei Kategorien: Fürsorglichkeit, Innovation und Antrieb.

  • Fürsorglichkeit hilft dabei, uns mit anderen und einer breiteren Gemeinschaft zu vernetzen. Sie erlaubt uns, etwas Gutes für andere zu tun. Eines von vielen Beispielen: An der JP Morgan Corporate Challenge sind Questbacker mitgelaufen und haben dabei Geld für einen guten Zweck gesammelt.
  • Innovation bedeutet, dass wir unsere Mitarbeitenden dazu ermuntern, unkonventionell zu denken und der 'Aber so haben wir das immer gemacht'-Mentalität Adieu zu sagen. Sie sollen neue Ansätze ausprobieren und etwas wagen.
  • Antrieb beinhaltet Leidenschaft und dass man zusätzliche Schritte geht. Beim Einstellen neuer Mitarbeitenden suchen wir nach diesem Antrieb, wir sorgen durch Anerkennung und Belohnung für seine Wertschätzung. Wir sind glücklich, viele leidenschaftliche Menschen gefunden zu haben, die Großes leisten und nach noch mehr streben – dies ist zu unserer Unternehmenskultur geworden. 

2. Feedback ist wichtig

Wir sagen es unseren Kunden immer wieder: Erkenntnisse können von überall herkommen, und Innovation entwickelt sich oft nicht im Zentrum, sondern an den Randbereichen. Deshalb haben wir eine transparente, offene Plattform installiert, mit der wir unsere Mitarbeitenden kontinuierlich motivieren und an wertvollen Input kommen können. Natürlich können wir unsere Angestellten auch spezifisch nach möglichen Verbesserungen fragen (und tun das auch), aber der wahre Katalysator für den Wandel ist der ungefragte Input, den wir über unsere stets verfügbare hauseigene Community-Plattform erhalten. Wir registrieren alles, was uns erreicht, und kategorisieren das Feedback. Mindestens einmal im Monat priorisiert unser Management-Team die besten Eingaben und gibt Handlungsanweisungen und Zuständigkeiten aus. Wir tun dies ständig, regelmäßig und ausnahmslos, um unsere Dynamik zu erhalten und Wandel frühzeitig zu erwirken.

3. Das ist unser gemeinsames Ding 

Unser Geschäftsmodell ist fortschrittlich und so gestaltet, dass die Fähigkeiten, Erfahrungen und Ideen jedes einzelnen – unabhängig von Titel, Abteilung oder Dauer der Firmenzugehörigkeit –Verwendung finden. Vielleicht sind die wichtigsten Elemente unseres Mitarbeiter-Programms die regelmäßige Bezugnahme auf Feedback und die gemeinsamen Maßnahmen bis zum finalen Ergebnis. Unsere Mitarbeitenden wissen, dass ihr Feedback ernst genommen wird und sie können ihren eigenen Beitrag an der Verbesserung des Unternehmens leisten. Selbst wenn einer ihrer Vorschläge nicht die höchste Priorität bekommen hat, kann der sichtbare Erfolg der Kollegen sie dazu motivieren, immer wieder darüber nachzudenken, was sich besser machen lässt. Ob es nun darum geht, eine Sache zu beenden, in größerem Umfang zu betreiben oder neu zu probieren. Die Kombination aus unseren Werten, der Feedbackschleife und der Firmenkultur hat uns geholfen, unser Unternehmen besser zu machen – intern wie im Kontakt mit Kunden. Und dank der transparenten Art unseres Mitarbeiter-Programms drehen sich unsere Kaffeeküchen-Gespräche und Gruppendiskussionen mehr und mehr um ein gemeinsames Ziel: Das Beste zu tun, das wir tun können.

 

UNTERM STRICH: ENGAGIERTE MITARBEITER SIND EIN ERFOLGSFAKTOR

Auf die genannten Aspekte und Warnsignale zu achten und obige Strategien zu verfolgen, wird Ihnen auf lange Sicht das Engagement Ihrer Mitarbeitenden sichern. In den letzten 15 Jahren, in denen wir Feedback-Lösungen anbieten, haben wir eine wichtige Sache gelernt: Es geht um Menschen. Und ob Sie ihnen zuhören und sie motivieren können, entscheidet über den Erfolg Ihres Unternehmens. Lernen Sie Ihre Mitarbeitenden kennen, sammeln sie regelmäßig Feedback und finden Sie heraus, wie sie wirklich ticken.

Die Daten einer Mitarbeiterbefragung haben einen messbaren Einfluss auf das Tagesgeschäft eines Unternehmens und helfen, eine positive Unternehmenskultur mit engagierten Mitarbeitenden zu schaffen. Auf lange Sicht kann das Unternehmen seine Gesamtleistung steigern, da Probleme schnell ausgemacht und in Angriff genommen werden – von niedriger Leistung über Probleme mit einzelnen Führungspersonen bis zu Kündigungsrisiken. Und das hat wiederum einen positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis.

Kurz und gut: Effektive Mitarbeitende sind ein Wettbewerbsvorteil. Und deren Engagement hoch zu halten, ist nicht nur gut fürs Geschäft, sondern ein kritischer Erfolgsfaktor.

 

WOLLEN SIE MEHR ÜBER MITARBEITER-FEEDBACK ERFAHREN?

Wenn Sie herausfinden wollen, wie Ihr Unternehmen Mitarbeiter-Feedback besser sammeln und implementieren kann oder wenn Sie Ihre Employee-Programme modernisieren und um Echtzeitdaten bereichern wollen, dann kontaktieren Sie uns einfach – oder laden Sie eine kostenlose Demo herunter.

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