Blog | Mitarbeiterengagement: zu wertvoll, um es zu ignorieren

Veröffentlicht 11.12.2018 Questback

Mitarbeiterengagement: zu wertvoll, um es zu ignorieren

Angestellte gelten gemeinhin als das größte Kapital eines Unternehmens. Ungekehrt verspüren aber laut Gallup Engagement Index 2018 nur 15% der Mitarbeiter eine hohe enotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber. Häufig hängt eine mangelnde Bindung der Mitarbeitenden mit dem Gefühl unzureichender Wertschätzung, seitens des Unternehmens und der Vorgesetzten, zusammen. Warum es für Unternehmen wichtig Mitarbeiterengagement zu messen, welche Folgenden mangelndes Engagement haben kann und wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren, erfahren Sie hier. 

Wahrnehmung, Organisation und Steigerung von Mitarbeiterengagement war eigentlich immer eine Aufgabe der HR-Abteilung. In den letzten 10 bis 15 Jahren haben sich aber mehr und mehr die Chefs dieses Themas angenommen. Es hält Einzug in die Unternehmenskultur: Die "Talent Edge 2020"-Studie von Deloitte zeigt, dass 83 Prozent der Führungskräfte großer Unternehmen davon überzeugt sind, dass ihre internen Förderprogramme entscheidend verbessert werden müssten.

Es ist offensichtlich, dass sich die Erfahrungen und Erlebnisse, die ein Mitarbeiter in einem Unternehmen sammelt, sich au seine Motivation und damit auf den Unternehmenserfolg auswirken. Man sprich von der Employee Experience, mit der sich trotz ihrer Wichtigkeit nach wie vor viele Firmen nicht ausreichend beschäftigen. Für Führungskräfte mag das Mitarbeiterengagement Priorität haben. Zwischen Vision und Realität klafft aber immer noch eine gewaltige Lücke.

MITARBEITERENGAGEMENT VERSTEHEN

Das Employee Engagement bestimmt, wie sehr sich ein Angestellter dem Unternehmen verpflichtet fühlt, ob er seiner Firma emotional verbunden ist und wie hoch seine Bereitschaft ist, Ziele und Strategien umzusetzen.

Es gibt verschiedene Abstufungen des Mitarbeiterengagements:

  • Hohes Engagement: Solche Mitarbeiter sind jeden Tag zur Stelle, voller Motivation und arbeiten mit vollem Commitment daran, das Unternehmen voranzubringen. Sie sind die Besten der Besten, die Quintessenz einer Firma.
  • Mäßiges Engagement: Diese Mitarbeiter leisten auf einem befriedigenden Niveau, tun aber nur wenig, um die Messlatte höher zu legen. Ihr Beitrag zum Gesamterfolg ist wenig konkret. Sie helfen aber, den Status quo zu erhalten.
  • Fehlende Motivation: Unkoordinierte und gleichgültige Angestellte. Sie verfolgen ungerichtete Aktivitäten ohne Motivation und Blick auf den Erfolg des Unternehmens. Unmotivierte Mitarbeiter sind schlecht fürs Geschäft und kosten letztlich Geld.

Die Gallup-Studie 2018 identifizierte weiterhin einen Mitarbeiteranteil von 71 Prozent als unmotiviert – 14 Prozent davon sogar 'aktiv unmotiviert'. Man schätzt, dass die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund von innerer Kündigung sich im Jahr 2018 in Deutschland auf eine Summe zwischen 77 und 103 Milliarden Euro beliefen. Die Unternehmen mit den höchsten Engagement-Kennzahlen sind dagegen erheblich produktiver und profitabler als die Konkurrenz. 

Die Gallup-Studie bestätigt, was man in leistungsfähigen Unternehmen längst weiß: Engagierte, produktive und loyale Mitarbeiter mit einer positiven Einstellung zu ihrer Arbeit und der Unternehmensführung sind der Schlüssel zur Steigerung von Marktanteilen, Gewinnen und Kundenzufriedenheit.

ENGAGEMENT BEGINNT BEIM VORGESETZTEN

Was der Gallup Engagement Index klar gezeigt hat, ist die enorme Bedeutung der Führung fürs Mitarbeiterengagement. Eine geringe Mitarbeiterbindung und somit hohe Fluktuation im Unternehmen geht häufig auf das Konto des Chefs: Laut der Studie haben in den zwölf Monaten vor der Befragung 45 Prozent der Mitarbeiter ohne emotionale Bindung daran gedacht, ihren Arbeitsplatz wegen des Vorgesetzten zu wechseln. Dagegen waren es nur 5 Prozent der emotional engagierten Mitarbeiter. Eine Kündigung ist meist mit einer roten Karte an das Management gleichzusetzen. Im Umkehrschluss gewinnt, wer an der Unternehmensführung feilt. Aber wie lassen sich Schwachstellen aufdecken?

MODERNE ANSÄTZE ZUR MITARBEITERBEFRAGUNG

Die Geschäftswelt hat sich gewandelt, häufig aber nicht die Art, wie Unternehmen eine Mitarbeiterbefragung durchführen. Man vertraut noch allzu oft auf Papier und Stift oder unflexible Umfrageformen, die in einem Rythmus von zwei bis drei Jahren stattfinden. Häufig ist das herkömmliche Vorgehen dabei sehr zeit-, kosten- und ressourcenintensiv, was nicht zu der sich schnell verändernden Umwelt heutiger Unternehmen passt.

Unternehmen muss es möglich sein, kontinuierlich Informationen zu sammeln, um regelmäßig das Mitarbeiterengagement messen und managen zu können. Nur ein unternehmensweiter, kontinuierlicher Dialog mit den eigenen Mitarbeitenden bringt Unternehmen die nötigen Einblicke, um Mitarbeiterengagement zu nachhaltig verbessern. Zum Beispiel durch:

  • Befähigung von Teams: Jeder hat die Informationen, die für das effektive Management seiner Arbeit benötigt wird. Und jeder versteht genau, wie seine Arbeit zum großen Ganzen beiträgt.
  • Akkurates und zeitnahes Feedback: Statt Feedback nur für eine jährliche Leistungsbewertung zu sammeln, bekommen Führungskräfte die notwendigen Informationen für die Schulung ihrer Mitarbeiter und die Führung sinnvoller Leistungsgespräche.
  • Eine Stimme für die Mitarbeiter: Angestellte fühlen sich bestärkt, wenn sie von den Chefs regelmäßig nach Feedback gefragt werden und wenn sie erleben, wie ihr Input im Unternehmen genutzt wird und langfristig zum Bestandteil der Unternehmenskultur wird.

Umgekehrt leidet häufig die Motivation der Mitarbeitenden, wenn sie nicht das Gefühl haben, dass ihr Feedback die nötige Wertschätzung erfährt. Dabei ist Mitarbeitermotivation messbar und basierend auf den Erkenntnissen, ist es möglich sie nachhaltig zu verbessern.

UNTERM STRICH: ENGAGIERTE MITARBEITER SIND EIN ERFOLGSFAKTOR

Auf die genannten Warnsignale zu achten und frühzeitig entgegenzuwirken, wird Ihnen auf lange Sicht das Engagement Ihrer Mitarbeiter sichern. In den letzten 19 Jahren haben wir bei Questback eine wichtige Sache gelernt: Es geht um Menschen. Ob Sie ihnen zuhören und sie motivieren können, entscheidet über den Erfolg Ihres Unternehmens. Lernen Sie Ihre Mitarbeiter kennen, sammeln sie regelmäßig Feedback und finden Sie heraus, wie sie wirklich ticken. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen helfen Ihnen dabei, zu verstehen, was Ihre Mitarbeiter bewegt. Gleichzeitig helfen Ihnen die Auswertungen, Unzufriedenheit entgegen zu wirken und Maßnahmen abzuleiten, um für mehr Mitarbeiterengagement zu sorgen.

Die Daten einer Mitarbeiterbefragung haben somit einen messbaren Einfluss auf das Tagesgeschäft eines Unternehmens und helfen, eine positive Unternehmenskultur mit engagierten Mitarbeitern zu schaffen. Auf lange Sicht kann das Unternehmen seine Gesamtleistung steigern, da Probleme schnell ausgemacht und in Angriff genommen werden – von niedriger Leistung über Probleme mit einzelnen Führungspersonen bis zu Kündigungsrisiken. Und das hat wiederum einen positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis.

Kurz und gut: Mitarbeiter sind ein Wettbewerbsvorteil. Und deren Engagement hoch zu halten, ist nicht nur gut fürs Geschäft, sondern ein kritischer Erfolgsfaktor.

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Wenn Sie herausfinden wollen, wie Ihr Unternehmen Mitarbeiter-Feedback besser sammeln und implementieren kann oder wenn Sie Ihre Employee-Programme modernisieren und um Echtzeitdaten bereichern wollen, dann kontaktieren Sie uns einfach – oder laden Sie eine kostenlose Demo herunter.


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