Blog | Mitarbeiterengagement: zu wertvoll, um es zu ignorieren

Veröffentlicht 08.04.2015 Questback

Mitarbeiterengagement: zu wertvoll, um es zu ignorieren

Angestellte gelten gemeinhin als das größte Kapital eines Unternehmens. Die meisten Firmen scheitern jedoch bei dem Versuch, den Mitarbeitern ihre Wertschätzung sichtbar entgegenzubringen. Zwar mangelt es der Chefetage gewöhnlich nicht an einer entsprechenden Einstellung. Sie äußert sich nur nicht im Alltag – auch weil Initiativen zum Mitarbeiterengagement kaum Beachtung finden. Welche Folgen das haben kann, warum eine Mitarbeiterbefragung der erste Schritt zu engagierteren Mitarbeitern sein kann und wie sie zum Erfolg führen kann, erfahren Sie hier.

Wahrnehmung, Organisation und Steigerung von Mitarbeiterengagement war eigentlich immer eine Aufgabe der HR-Abteilung. In den letzten 10 bis 15 Jahren haben sich aber mehr und mehr die Chefs dieses Themas angenommen. Es hält Einzug in die Unternehmenskultur: Die "Talent Edge 2020"-Studie von Deloitte zeigt, dass 83 Prozent der Führungskräfte großer Unternehmen davon überzeugt sind, dass ihre internen Förderprogramme entscheidend verbessert werden müssten.

Es ist offensichtlich, dass sich das Verhalten und Handeln von Mitarbeitern auf den Unternehmenserfolg auswirken. Und dennoch tun sich viele Firmen schwer mit diesem Thema. Für Führungskräfte mag das Mitarbeiterengagement Priorität haben. Zwischen Vision und Realität klafft aber immer noch eine gewaltige Lücke.

MITARBEITERENGAGEMENT VERSTEHEN

Das Employee Engagement bestimmt, wie sehr sich ein Angestellter dem Unternehmen verpflichtet fühlt, ob er seiner Firma emotional verbunden ist und wie hoch seine Bereitschaft ist, Ziele und Strategien umzusetzen.

Es gibt verschiedene Abstufungen des Mitarbeiterengagements:

  • Hohes Engagement: Solche Mitarbeiter sind jeden Tag zur Stelle, voller Motivation und arbeiten mit vollem Commitment daran, das Unternehmen voranzubringen. Sie sind die Besten der Besten, die Quintessenz einer Firma.
  • Mäßiges Engagement: Diese Mitarbeiter leisten auf einem befriedigenden Niveau, tun aber nur wenig, um die Messlatte höher zu legen. Ihr Beitrag zum Gesamterfolg ist wenig konkret. Sie helfen aber, den Status quo zu erhalten.
  • Fehlende Motivation: Unkoordinierte und gleichgültige Angestellte. Sie verfolgen ungerichtete Aktivitäten ohne Motivation und Blick auf den Erfolg des Unternehmens. Unmotivierte Mitarbeiter sind schlecht fürs Geschäft und kosten letztlich Geld.

Eine amerikanische Gallup-Studie ("The State of the American Workplace: Employee Engagement Insights for U.S. Business Leaders") aus dem Jahr 2013 identifizierte einen Mitarbeiteranteil von 70 Prozent als unmotiviert – 18 Prozent davon sogar 'aktiv unmotiviert'. Man schätzt, dass diese 18 Prozent in den USA jedes Jahr Produktivitätseinbußen zwischen 450 und 550 Milliarden Dollar ausmachen. Die Unternehmen mit den höchsten Engagement-Kennzahlen sind dagegen erheblich produktiver und profitabler als die Konkurrenz. 

Mangelndes Engagement bei den Mitarbeitern ist beispielsweise ein entscheidender Faktor bei den Fehlzeiten: In Deutschland entstehen der deutschen Wirtschaft laut dem Gallup Engagement Index, eine der umfangreichsten Studien zur Arbeitsplatzqualität hierzulande, Kosten von rund 14,3 Milliarden Euro – allein aufgrund von Fehlzeiten, die durch unzureichende emotionale Bindung der

Mitarbeiterbindung verursacht werden.

Die Gallup-Studien bestätigen, was man in leistungsfähigen Unternehmen längst weiß: Engagierte, produktive und loyale Mitarbeiter mit einer positiven Einstellung zu ihrer Arbeit und der Unternehmensführung sind der Schlüssel zur Steigerung von Marktanteilen, Gewinnen und Kundenzufriedenheit.

ENGAGEMENT BEGINNT BEIM VORGESETZTEN

Was der Gallup Engagement Index klar gezeigt hat, ist die enorme Bedeutung der Führung fürs Mitarbeiterengagement. Eine geringe Mitarbeiterbindung und somit hohe Fluktuation im Unternehmen geht häufig auf das Konto des Chefs: Laut der Studie haben in den zwölf Monaten vor der Befragung 45 Prozent der Mitarbeiter ohne emotionale Bindung daran gedacht, ihren Arbeitsplatz wegen des Vorgesetzten zu wechseln. Dagegen waren es nur 5 Prozent der emotional engagierten Mitarbeiter. Eine Kündigung ist meist mit einer roten Karte an das Management gleichzusetzen. Im Umkehrschluss gewinnt, wer an der Unternehmensführung feilt. Aber wie lassen sich Schwachstellen aufdecken?

STEIGERUNG DES MITARBEITERENGAGEMENTS DURCH EINBLICKE IN ECHTZEIT

Die Wirtschaft hat sich gewandelt, häufig aber nicht die Art, wie Unternehmen eine Mitarbeiterbefragung durchführen. Man vertraut noch allzu oft auf Papier und Stift oder unflexible Umfrageformen von Drittanbietern. Mitarbeiterbefragungen auf Papier sind zeitaufwändig und fehleranfällig. Daten händisch zu erheben und auszuwerten ist eine immense Arbeit, weshalb solche Mitarbeiterbefragungen maximal ein- oder zweimal im Jahr durchgeführt werden. Und die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Drittanbieter macht den Prozess teuer, oft dauert die Durchführung Monate.

Diese Herangehensweisen berücksichtigen zudem nicht die Tatsache, dass Geschäftstätigkeit in Echtzeit stattfindet. Unternehmen muss es möglich sein, kontinuierlich Informationen zu sammeln, um regelmäßig das Mitarbeiterengagement messen und managen zu können.

Nur unternehmensweites Echtzeit-Feedback bringt die nötigen Einsichten, das Mitarbeiterengagement zu verbessern. Zum Beispiel durch:

  • Befähigung von Teams: Jeder hat die Informationen, die für das effektive Management seiner Arbeit benötigt wird. Und jeder versteht genau, wie seine Arbeit zum großen Ganzen beiträgt.
  • Akkurates und zeitnahes Feedback: Statt Feedback nur für eine jährliche Leistungsbewertung zu sammeln, bekommen Führungskräfte die notwendigen Informationen für die Schulung ihrer Mitarbeiter und die Führung sinnvoller Leistungsgespräche.
  • Eine Stimme für die Mitarbeiter: Angestellte fühlen sich bestärkt, wenn sie von den Chefs regelmäßig nach Feedback gefragt werden und wenn sie erleben, wie ihr Input im Unternehmen genutzt wird und langfristig zum Bestandteil der Unternehmenskultur wird.

UNTERM STRICH: ENGAGIERTE MITARBEITER SIND EIN ERFOLGSFAKTOR

Die Daten einer Mitarbeiterbefragung haben einen messbaren Einfluss auf das Tagesgeschäft eines Unternehmens und helfen, eine positive Unternehmenskultur mit engagierten Mitarbeitern zu schaffen. Auf lange Sicht kann das Unternehmen seine Gesamtleistung steigern, da Probleme schnell ausgemacht und in Angriff genommen werden – von niedriger Leistung über Probleme mit einzelnen Führungspersonen bis zu Kündigungsrisiken. Und das hat wiederum einen positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis.

Kurz und gut: Mitarbeiter sind ein Wettbewerbsvorteil. Und deren Engagement hoch zu halten, ist nicht nur gut fürs Geschäft, sondern ein kritischer Erfolgsfaktor.

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