Unternehmen müssen heutzutage auf das Feedback ihrer Mitarbeiter hören. Eine beliebte Methode, die viele Unternehmen anwenden, ist der Employee Net Promoter Score (eNPS), eine Kennzahl, die die Loyalität und das Engagement der Mitarbeiter misst. Wie bei jedem anderen Instrument gibt es jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile bei der Verwendung des eNPS als Teil einer umfassenden Feedback-Strategie. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile, die Sie bei der Entscheidung für oder gegen die Einführung dieses Messinstruments berücksichtigen sollten.

Was ist der eNPS?

Bevor wir uns mit den Vor- und Nachteilen befassen, sollten wir kurz erklären, was eNPS bedeutet. Abgeleitet vom Net Promoter Score (einer Kennzahl für die Kundenzufriedenheit), bewertet er auf einer Skala von 0-10, wie wahrscheinlich es ist, dass Mitarbeiter ihr Unternehmen als Arbeitsplatz weiterempfehlen. Die Mitarbeiter werden dann in Promotoren (9-10), Passive (7-8) oder Detraktoren (0-6) eingeteilt. Zieht man den Prozentsatz der Kritiker von den Befürwortern ab, erhält man die endgültige Punktzahl, die zwischen -100 und +100 liegt, wobei +100 die Beste und -100 die Schlechteste ist.

Nachdem wir nun verstanden haben, worum es sich hierbei handelt, wollen wir einige wichtige Aspekte im Zusammenhang mit der Umsetzung des eNPS untersuchen:

eNPS Vorteile?

  1. Einfachheit – Die Unkompliziertheit der Datenerhebung durch eine leicht verständliche Frage ermöglicht eine schnelle Umsetzung auf allen Organisationsebenen.
  2. Benchmarking – Es können Vergleiche mit Branchendurchschnittswerten angestellt werden, so dass Unternehmen ihre Fortschritte verfolgen und sich mit der Konkurrenz messen können.
  3. Regelmäßiges Monitoring – Im Gegensatz zu jährlichen Umfragen, die aufgrund schneller Veränderungen im Geschäftsumfeld schon veraltet sein können, kann der eNPS häufiger gemessen werden, um bzgl. der Mitarbeiterstimmung aktuell auf dem Laufenden zu bleiben.
  4. Gezielte Maßnahmen – Durch die Identifizierung derjenigen, die das Unternehmen fördern, und denjenigen, die es kritisieren, können Unternehmen ihre Verbesserungsbemühungen gezielter einsetzen, um die Mitarbeiterzufriedenheit insgesamt zu steigern.

eNPS pros and cons

eNPS Nachteile

  1. Begrenzte Einblicke – Da der eNPS auf einer einzigen Frage basiert, liefert er möglicherweise nicht genügend Informationen über die spezifischen Belange der Mitarbeiter. Um diese Einschränkung zu überwinden, sollten Sie eine Kombination mit detaillierteren Umfragen oder einer offenen Frage in Betracht ziehen.
  2. Fehlender Kontext – Die Bewertungen der Mitarbeiter können durch Faktoren beeinflusst werden, die nichts mit ihren Erfahrungen am Arbeitsplatz zu tun haben (z. B. persönliche Lebensereignisse). Folglich kann der eNPS allein die Leistung des Unternehmens bei der Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds nicht genau wiedergeben.
  3. Mögliche Fehlinterpretation – Ohne eine angemessene Kommunikation und Schulung der Manager und Führungskräfte, die die Ergebnisse interpretieren, könnten sie sich fälschlicherweise nur auf die Verbesserung der Zahlen konzentrieren, anstatt die zugrunde liegenden Probleme anzugehen, die zu den niedrigen Bewertungen geführt haben.
  4. Unvollständiges Bild – Wenn man weiß, wie wahrscheinlich es ist, dass Mitarbeiter Ihr Unternehmen als Arbeitsplatz weiterempfehlen, erhält man zwar wertvolle Einblicke in die Gesamtzufriedenheit, doch sollten bei der Entwicklung umfassender Feedback-Strategien auch andere Aspekte wie Engagement oder Wohlbefinden berücksichtigt werden.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung des eNPS als Teil Ihrer Mitarbeiter-Feedback-Strategie sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Wenn Sie diese Vor- und Nachteile abwägen und entscheiden, ob die Einbeziehung dieser Kennzahl für den besonderen Kontext Ihres Unternehmens sinnvoll ist, denken Sie daran, dass kein Instrument perfekt ist. Ziehen Sie in Betracht, mehrere Ansätze zu kombinieren, wie z. B. qualitative Interviews und quantitative Kennzahlen, um die Erfahrungen Ihrer Mitarbeiter besser zu verstehen. Auf diese Weise können Sie intelligentere Entscheidungsprozesse sicherstellen, die auf wertvollen Erkenntnissen von denjenigen beruhen, die am wichtigsten sind – Ihrem Personal.

 

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