Blog | Den menschlichen Faktor integrieren - Unternehmen brauchen Smart Data statt Big Data

Veröffentlicht 11.11.2015 Questback

Den menschlichen Faktor integrieren - Unternehmen brauchen Smart Data statt Big Data

Daten können unfassbar langweilig sein. Zahlenkolonnen, gefangen in endlosen Excel-Tabellen – grau, kalt, nichtssagend. Vielleicht sogar ein bisschen lästig, denn manchmal würden wir viel lieber aus dem Bauch heraus entscheiden. Gleichzeitig wissen wir, dass sich hinter diesen grauen Zahlen ungeheure Potenziale verstecken. Wertvolle Erkenntnisse, mit denen wir bessere Entscheidungen treffen können. Und damit höhere Umsätze generieren. Und, und, und.

Die Frage ist also: Wie machen wir sie sichtbar, diese Potenziale? Damit die Daten nicht den Archivtod sterben, sondern höchst lebendig in den Unternehmen kursieren. Können digitale Tools zur Datenanalyse und -visualisierung eine neue Datenarbeit in Unternehmen etablieren?

Big Data – kommt es auf die Größe an?

Die Big-Data-Wolke schwebt verheißungsvoll über unseren Köpfen. Und vielleicht macht sie uns auch ein wenig Angst. Denn die allgegenwärtige Trendvokabel signalisiert, dass überall um uns herum immenses Wissen schlummert, das ausgewertet und nutzbar gemacht werden muss.

Muss? Benötigen wir diese ungeheuren Datenmengen überhaupt? Mal angenommen, Unternehmen könnten (und dürften) den Tagesablauf ihrer Mitarbeiter komplett tracken. Wie oft wird eine Kaffeepause eingelegt? Wie häufig die Toilette besucht? Wann startet, wann endet der Arbeitstag? Auf welchen Websites wird wie lange gesurft? Auf diese Weise erhielten sie eine ganze Menge an Daten, die – bei korrekter Auswertung – unter Umständen Rückschlüsse auf die Zufriedenheit des Mitarbeiters zulassen. Die Frage, die sich aufdrängt: Gibt es nicht einfachere und zielführendere Wege, um diese Erkenntnisse zu gewinnen? Und ja, es gibt sie: zum Beispiel das direkte Mitarbeiter Feedback. Mit Hilfe digitaler Feedback-Tools lassen sich heute Mitarbeiterbefragungen einfach und kontinuierlich in den Arbeitsalltag von Unternehmen integrieren. Positiver Nebeneffekt: Der Mitarbeiter fühlt sich nicht überwacht, sondern motiviert. Denn seine Meinung zählt, er kann sich mit seinen Ideen und Anregungen in die Unternehmenskommunikation einbringen.

Ähnlich verhält es sich auf Kundenseite. Die zunehmende Überwachung aller Aktivitäten wird vom Konsumenten kritisch beäugt. Bewerten hingegen – das mag er. Das Kunden Feedback versetzt Unternehmen in die glückliche Lage, reagieren zu können. Und zwar direkt im entscheidenden Moment, am jeweiligen Touchpoint zwischen Kunde und Unternehmen – am POS, an der Service-Hotline, auf der Website, wo auch immer.

Nicht auf die Größe, sondern auf die Qualität kommt es also an. Die Güte der Daten hängt aber nicht nur von der richtigen Erhebung ab. Entscheidend ist, was im Anschluss mit dem erhobenen Material passiert.

Datensilos aufbrechen

In vielen Unternehmen liegen Daten aus unterschiedlichen Kanälen in Datensilos. Alles schön sauber in getrennten Schubladen verpackt: weiche Daten aus Kundenbefragungen, daneben Mitarbeiter Feedback, darunter harte Unternehmenszahlen zu Mitarbeiterfluktuation, Umsätzen etc.

Doch wenn Daten isoliert voneinander betrachtet werden, bleiben sie stumm. Antworten geben sie erst in der Kombination – wenn es gelingt, Wirkzusammenhänge zu erkennen und zu quantifizieren. Denn dann werden die Stellschrauben für Optimierungen sichtbar.

Hierzu ein Beispiel: Ein Unternehmen möchte die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, so dass sie sich positiv auf die Kundenzufriedenheit und damit auf den Umsatz auswirkt. Als Einflussfaktoren für die Mitarbeiterzufriedenheit werden Teamklima, Führung und Gratifikation ausgemacht. Alle drei Faktoren zu bearbeiten, würde das vorhandene Budget sprengen. Die Frage ist also, welcher Faktor der entscheidende ist und den größten Einfluss auf die Zielvariable besitzt.

Mit Linkage-Analysen, wie sie etwa das MySight Dashboard von Questback ermöglicht, können diese Zusammenhänge ermittelt werden. Man spricht in diesem Kontext auch von Treiberanalysen, denn überprüft wird, welche Faktoren die Zielgröße "treiben". Durch den Einsatz können die stärksten Faktoren rückwirkend zuverlässig ermittelt werden. Und in diese "Treiber" kann dann mit dem guten Gefühl investiert werden, eine datenbasierte und damit handfeste Entscheidung zu treffen.

Die Ästhetik der Daten

Sinn und Zweck der Arbeit mit Daten ist klar. Das ändert jedoch noch nichts an dem Ausgangsproblem: der kalten, grauen Datenmasse, deren Schönheit sich höchstens Mathe- und Statistik-Nerds offenbart. Doch auch hier hat sich in den letzten Jahren viel getan. Analyse-Tools wie das MySight Feedback Dashboard stellen komplexe Zusammenhänge einfach und nachvollziehbar dar. Die Visualisierung erfolgt nicht in Zahlenkolonnen, sondern in anschaulichen und intuitiv verständlichen Grafiken. Aus Zahlen werden Bilder, deren Aussage sich unmittelbar erschließt.

Und mehr noch: Das Feedback Dashboard ist nicht nur Arbeitsinstrument, sondern auch Spielwiese für kreative Ideen. Per Klick können Daten aus unterschiedlichsten Kanälen und zu beliebigen Fragestellungen immer wieder neu kombiniert und visualisiert werden. Das verfügbare Material lässt sich für verschiedene Zielsetzungen heranziehen. Es lädt den Nutzer zu explorativem Arbeiten ein. So entsteht ein 360°-Blick auf die vorhandenen Daten. Ein Blick, der klarerweise nicht statisch ist. Denn das System integriert kontinuierlich aktuelle Messwerte und hält so alles auf dem neuesten Stand. Es ist ebenso dynamisch wie die Unternehmensentwicklung selbst.

Teil dieser Dynamik ist die Datenanalyse in Echtzeit. Während Auswertungen früher komplex und zeitaufwändig waren, stehen Ergebnisse bei modernen Tools direkt zur Verfügung. So sind unmittelbare Reaktionen und Entscheidungen auf die gewonnenen Erkenntnisse möglich. Denn auch die beste Vorhersage wird nutzlos, wenn sie zu spät kommt.

Datennutzung demokratisieren

Datenerhebung und -auswertung gehört nicht mehr in Spezialisten-Hände. Digitale Datenanalyse-Tools sind einfach zu bedienen, für alle Mitarbeiter. Doch es geht um mehr als Usability. Die Tools sind über jeden Browser nutzbar und auf das Teilen von Informationen angelegt. Sie regen den Austausch an, involvieren und motivieren Mitarbeiter und halten einen permanenten Dialog im Gang. Damit integrieren sie den Faktor Mensch auf allen Ebenen und siedeln die Datenarbeit im Herzen des Unternehmens an.
Das Feedback Dashboard wird zum selbstverständlichen Instrument, mit dem Mitarbeiter gerne und erfolgreich arbeiten. Ein Instrument, das neue Ideen provoziert und die Voraussetzung für bessere unternehmerische Entscheidungen liefert. Und damit höheres Commitment, höhere Kundenzufriedenheit und höhere Umsätze erzielt.

Ihr Ulrich Beckmann, Geschäftsführer Questback GmbH


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