Blog | Strategiewechsel: Teambefragungen machen Unternehmen fit für die digitale Transformation

Veröffentlicht 22.05.2020 Daniel Böhmer

Employee Insight
Strategiewechsel: Teambefragungen machen Unternehmen fit für die digitale Transformation

In vielen Unternehmen wird die gesamte Belegschaft alle ein oder zwei Jahre gefragt, wo der Schuh drückt, wenn es um wichtige Themen wie z.B. die digitale Transformation geht. Diese zentralen Mitarbeiterbefragungen sind ein wichtiger Beitrag, um nachzuvollziehen zu können, ob die grobe Richtung stimmt und aufzuzeigen, wo es globale Handlungsfelder gibt. Doch was passiert zwischen den großen Initiativen, die Jahre auseinanderliegen? Ein kontinuierlicher Dialog innerhalb der einzelnen Teams, etwa durch anlassbezogene Ad-hoc-Teambefragungen, ist dafür erkenntnisreicher und ein prima Komplementär. Mit sogenannten „Team-Checks“, „Deep Dives“ oder „Spot Surveys“ – häufigeren Befragungen in kleineren Runden – gibt man Mitarbeitenden konkrete Möglichkeiten, Abläufe, die sie direkt betreffen, zu kommentieren, zu bewerten und mitzubestimmen. Führungskräfte profitieren wiederum von der gezielten und praxisnahen Rückmeldung ihrer Teammitglieder und können die Weichen auf dem Weg der Digitalisierung besser stellen – auch für Ihre persönliche Entwicklung als Leader.

Führen auf Augenhöhe statt traditionelle Hierarchien

Mit der Digitalisierung ändern sich auch die Anforderungen an Führungskräfte: Traditionelle Hierarchien und Top-Down-Feedback gehören der Vergangenheit an. Vielmehr bringen Führung auf Augenhöhe, demokratische Strukturen und das stärkere Einbeziehen der Mitarbeitenden das Unternehmen weiter. Es wird immer weniger Hierarchien geben, die Meinung der Praktikantin wird genauso wichtig wie die des Chefs. Nur eines zählt: Die Idee muss dem Unternehmens- und/oder Wachstumsziel dienen.

Ferner haben Führungskräfte die verantwortungsvolle Aufgabe, Mitarbeitenden im Transformationsprozess mitzunehmen, statt vor sich herzutreiben - „Pull statt Push“ lautet die Devise. Nur dann bringen sie sich bereitwillig mit Verbesserungsinitiativen oder Lösungsvorschlägen ein, um das Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung agil und fit zu machen.

Ad-hoc-Teambefragungen befragen statt nur alljährlich in großem Rahmen

Doch warum genau sind ergebnisorientierte Teambefragungen agiler und effizienter? Finden Mitarbeiterbefragungen in jährlichen Zyklen statt, gehen gute Einwände und Anmerkungen während des Jahres verloren. Auch ist bei umgesetzten Maßnahmen mitunter nicht klar, ob diese effektiv umgesetzt wurden – sprich der „Change“ angekommen ist.

Eine dynamische Befragungskultur ermöglicht hingegen einen kontinuierlichen Dialog im Unternehmen: Der Input von Mitarbeitenden wird unmittelbar und damit effektiver genutzt. Wenn Führungskräfte die Gelegenheit haben, eigene, dezentrale Teambefragungen durchzuführen, können sie sich auf Themen fokussieren, die nahe an ihren Mitarbeitenden sind – sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Auf Basis der Auswertungen kann jede Führungskraft und jeder Teamleiter konkrete Maßnahmen für eine schnelle und praxisnahe Umsetzung festlegen. Eine weitere kurze Befragung überprüft: Geht die angestoßene Veränderung in die richtige Richtung? Auf diese Weise werden Teams gemeinsam schneller besser.

Das Team nach Feedback fragen – jederzeit bei Bedarf

Beim Check wird also nicht die ganze Organisation in längeren Abständen befragt, sondern Teams und Unternehmensbereiche selektiv in kleineren Zyklen. Die jährliche Mitarbeiterbefragung hat damit nicht ausgedient, sondern wird sinnvoll durch die häufigere, flexiblere Teambefragung ergänzt, um auf unterjährige Entwicklungen schneller reagieren zu können.

Tipps für erfolgreiche Teambefragungen

  • Teamleiter und Führungskräfte sind Feedback-Botschafter. Sie haben den Wert der schnellen Teambefragung erkannt und wissen die Erkenntnisse in ihre Führungsaufgabe zu integrieren.
  • Die richtigen Templates sind vorhanden, um einfach und schnell eine kleinere Gruppe von Mitarbeitenden befragen zu können.
  • Fragen, die in der großen Mitarbeiterbefragung gestellt werden, werden in der Teambefragung detaillierter abgefragt. Die Befragung zahlt damit auf dieselbe Feedback-Datenlinie ein. So weisen diese kleinen Befragungsrunden bereits auf einen Trend hin, der in der großen Befragung bestätigt wird.
  • Mitarbeitende befragen, dann handeln. Das schafft Transparenz. So werden nicht nur die Ergebnisse transparent, sondern auch die Maßnahmen, die dazu geführt haben. Mitarbeitende haben stets Einblick in den aktuellen Stand im Maßnahmenmanagement und sie erkennen, dass ihre Rückmeldungen gehört werden. Dann sind sie bei der nächsten Befragungsrunde wieder bereit, sich mit voller Motivation einzubringen.

 

Fazit: Mitarbeitende wollen Teil der Prozesse der digitalen Transformation sein. Alljährliche Befragungen zu Meilensteinen sind wichtig. Doch kleinere, unterjährige Teambefragungen sorgen ergänzend für einen guten Dialog zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften. Nutzen Sie als Führungskraft diese Möglichkeit, um bei Bedarf Ihren Kurs rechtzeitig korrigieren zu können und gemeinsam mit dem Team gute Ergebnisse zu erzielen.

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