Blog | Strategiewechsel - Team-Befragungen machen Unternehmen fit für die digitale Transformation

Veröffentlicht 03.01.2018 Daniel Böhmer

Strategiewechsel - Team-Befragungen machen Unternehmen fit für die digitale Transformation

In vielen Unternehmen wird die gesamte Belegschaft alle ein oder zwei Jahre gefragt, wo der Schuh drückt, wenn es um wichtige Themen wie z.B. die digitale Transformation geht. Diese zentralen Mitarbeiterbefragungen sind ein guter Gradmesser, ob die grobe Richtung stimmt und zeigt auch auf, wo es globale Handlungsfelder gibt. Doch was passiert zwischen den großen Initiativen, die ja Jahre auseinanderliegen? Ein kontinuierlicher Dialog innerhalb der einzelnen Teams, etwa durch anlassbezogene Ad-hoc-Befragungen, ist dafür erkenntnisreicher und ein prima Komplementär. Mit sogenannten „Team-Checks“, „Deep Dives“ oder „Spot Surveys“ – häufigeren Befragungen in kleineren Runden – gibt man Mitarbeitern konkrete Möglichkeiten, Abläufe, die sie direkt betreffen, zu kommentieren, zu bewerten und mitzubestimmen. Führungskräfte profitieren wiederum von der gezielten und praxisnahen Rückmeldung ihrer Mitarbeiter und können die Weichen auf dem Weg der Digitalisierung besserstellen – auch für Ihre persönliche Entwicklung als Leader.

Führen auf Augenhöhe statt traditionelle Hierarchien

Mit der Digitalisierung ändern sich die Anforderungen an Führungskräfte: Traditionelle Hierarchien und Top-Down-Feedback gehören der Vergangenheit an. Vielmehr bringen Führung auf Augenhöhe, demokratische Strukturen und das stärkere Einbeziehen der Mitarbeiter das Unternehmen weiter. Es wird immer weniger Hierarchien geben, die Meinung der Praktikantin wird genauso wichtig wie die des Chefs. Nur eines zählt: Die Idee muss dem Unternehmens- und/oder Wachstumsziel dienen.

Ferner haben Führungskräfte die verantwortungsvolle Aufgabe, Mitarbeiter im Transformationsprozess mitzunehmen statt vor sich her zu treiben - „Pull statt Push“ lautet die Devise. Nur dann bringen sie sich bereitwillig mit Verbesserungsinitiativen oder Lösungsvorschlägen ein um das Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung agil und fit zu machen .

Ad-hoc im Team befragen statt nur alljährlich in großem Rahmen

Doch warum genau sind ergebnisorientierte Team-Checks agiler und effizienter? Finden Mitarbeiterbefragungen in jährlichen Zyklen statt, gehen gute Einwände und Anmerkungen während des Jahres verloren. Auch ist bei umgesetzten Maßnahmen mitunter nicht klar, ob diese effektiv implementiert wurden – sprich der „Change angekommen“ ist.

Eine dynamische Befragungskultur ermöglicht hingegen einen kontinuierlichen Dialog im Unternehmen: Der Input von Mitarbeitern wird unmittelbar und damit effektiver genutzt. Wenn Führungskräfte die Gelegenheit haben, eigene, dezentrale Befragungen in ihren Teams durchzuführen, können sie sich auf Themen fokussieren, die nahe an ihren Mitarbeitern sind – sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Auf Basis der Auswertungen kann jede Führungskraft und jeder Teamleiter konkrete Maßnahmen für eine schnelle und praxisnahe Umsetzung festlegen. Eine weitere kurze Befragung überprüft: Geht die angestoßene Veränderung in die richtige Richtung? Auf diese Weise werden Teams gemeinsam schneller besser.

Nach Feedback fragen – jederzeit bei Bedarf

Beim Check wird also nicht die ganze Organisation in längeren Abständen befragt, sondern Teams und Unternehmensbereiche selektiv in kleineren Zyklen. Die jährliche Mitarbeiterbefragung hat damit nicht ausgedient, sondern wird sinnvoll durch den häufigeren, flexibleren Check ergänzt, um auf unterjährige Entwicklungen schneller reagieren zu können.

Tipps für erfolgreiche Checks

  • Teamleiter und Führungskräfte sind Feedback-Botschafter. Sie haben den Wert der schnellen Team-Checks erkannt und wissen die Erkenntnisse in ihre Führungsaufgabe zu integrieren.
  • Die richtigen Templates sind vorhanden, um einfach und schnell eine kleinere Gruppe von Mitarbeitern befragen zu können.
  • Fragen, die in der großen Mitarbeiterbefragung gestellt werden, werden im Team-Check detaillierter abgefragt. Die Befragung zahlt damit auf dieselbe Feedback-Datenlinie ein. So weisen diese kleinen Befragungsrunden bereits auf einen Trend hin, der in der großen Befragung bestätigt wird.
  • Mitarbeiter befragen, dann handeln. Das schafft Transparenz. So werden nicht nur die Ergebnisse transparent, sondern auch die Maßnahmen, die dazu geführt haben. Mitarbeiter haben stets Einblick in den aktuellen Stand im Maßnahmenmanagement und sie erkennen, dass ihre Rückmeldungen gehört werden. Dann sind sie bei der nächsten Befragungsrunde wieder bereit, sich mit voller Motivation einzubringen. 

Fazit: Mitarbeiter wollen Teil der Prozesse der digitalen Transformation sein. Alljährliche Befragungen zu Meilensteinen sind wichtig. Doch kleinere, unterjährige Checks sorgen ergänzend für einen guten Dialog zwischen Mitarbeitern und Führungskräften. Nutzen Sie als Führungskraft diese Möglichkeit, um bei Bedarf Ihren Kurs rechtzeitig korrigieren zu können und gemeinsam mit dem Team gute Ergebnisse zu erzielen.

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