Blog | Mit Kundenbindung und Customer Experience zum Erfolg

Veröffentlicht December 28, 2016 von Questback

Was ist Kundenbindung und wie entsteht sie? Wie hängen Kundenbindung und Customer Experience zusammen? Und warum ist Kundenbindungsmanagement so wichtig? Wir geben Ihnen wertvolle Informationen und Tipps rund um das Thema und verraten Ihnen, warum es sich für Sie lohnt, in Kundenbindungsmaßnahmen zu investieren. In unserer Infografik zum Download erfahren Sie wichtige Informationen zum Thema Customer Experience Management. Werden Sie jetzt zum König für Ihre Kunden!

Kundenbindung ist der Schlüssel zu Ihrem Unternehmenserfolg

Wie treu sind Ihre Kunden? Akquirieren Sie immer mehr neue, aber die Gesamtzahl Ihrer Kunden wächst dennoch nicht? Es ist wie bei einem mit Wasser gefüllten löchrigen Eimer: Ständig müssen Sie neues Wasser hineinschütten. Sie schaffen es, dass der Wasserstand einigermaßen konstant bleibt, aber der Aufwand ist enorm. Um sich die Sisyphusarbeit des ständigen Nachkippens zu ersparen, gibt es ein Zauberwort: Kundenbindung. Sie ist das Dichtungsmittel für den löchrigen Eimer, das dafür sorgt, dass er mit gleichem oder weniger Aufwand immer voller wird.

Was ist Kundenbindung?

Kundenbindung ist, wenn aus Laufkunden Stammkunden werden. Stammkunden sind loyale Kunden, die immer wieder bei Ihnen kaufen und eine emotionale Bindung zu Ihrem Unternehmen haben. Sie erkennen Stammkunden unter anderem an folgenden Merkmalen:

  • Sie kaufen deutlich öfter bei Ihnen ein als andere Kunden.
  • Sie empfehlen Sie weiter: Ob Freunden, der Familie oder Kollegen, ob persönlich oder online auf sozialen Netzwerken und in Bewertungsportalen – die positive Mundpropaganda und Gratiswerbung Ihrer treuen Kunden ist Ihnen sicher.
  • Der Preis spielt eine untergeordnete Rolle: Ein treuer Kunde wandert nicht so schnell zur Konkurrenz ab, weil dort ein Produkt günstiger ist.
  • Stammkunden sind offen für Ihre Produkte und lassen sich schneller für weitere Angebote begeistern. Damit erhöhen sie den Cross-Selling- und Upselling-Umsatz Ihrer Marke.

Wie entsteht Kundenbindung?

Die Basis für Kundenbindung sind zufriedene Kunden. Um Ihre Kunden zufriedenzustellen, müssen Sie wissen, welche Erwartungen und Bedürfnisse sie haben. Wenn die Erfahrungen bei einem Kauf oder die Interaktion mit Ihrem Unternehmen an einem Touchpoint mit den Erwartungen des Kunden übereinstimmen oder sie sogar übertreffen, entsteht Kundenzufriedenheit und auf Dauer Kundenbindung. Touchpoints sind Berührungspunkte, die der Kunde mit dem Unternehmen hat. Während es zu Zeiten des Tante-Emma-Ladens wenige solcher Kontaktpunkte zwischen Kunden und dem Geschäft gab – nämlich nur dann, wenn der Kunde den Laden betrat – bietet die digitale Welt eine schier unbegrenzte Anzahl von Möglichkeiten, mit dem Kunden zu interagieren und zu kommunizieren. Die Summe dieser Erlebnisse des Kunden ist die Customer Experience.

Customer Experience (CX) als Entscheidungshilfe für Ihre Kunden

Die Customer Journey sollte voller positiver Erlebnisse sein

Hier ein Beispiel für eine Customer Journey, also den Weg des Kunden vorbei an den verschiedenen Touchpoints, am Beispiel von Marie, die eine begeisterte Hobbyläuferin ist:

  • Über eine Facebook-Werbeanzeige stößt Marie auf eine Sporthose, die im Bund integrierte Taschen hat, wo Smartphone, Schlüssel und Co sicher Platz finden, ohne beim Laufen zu stören. Marie ist interessiert, da sie noch keine perfekte Lösung fürs Verstauen der Wertsachen gefunden hat, die sie bei ihrer Joggingrunde dabei haben möchte.
  • Sie klickt auf die Anzeige und gelangt zur Website des Herstellers SuperRunning, wo sie die Sporthose bestellen kann. Marie gefällt das Design der Seite, sie findet sich gut zurecht, der Bestellprozess ist einfach strukturiert und die Zahlungsmöglichkeiten entsprechen ihren Ansprüchen. Sie bestellt die Hose, nachdem sie sich noch die Bewertungen anderer Kunden im Internet angesehen hat.
  • Wenige Tage später erhält sie das Paket von SuperRunning. Sie freut sich, dass der Versandkarton einfach ohne Hilfsmittel zu öffnen ist. Im Paket findet Marie die Sporthose, die sie bestellt hat und eine Karte mit einem netten Spruch, der sie zum Schmunzeln bringt. Die Hose gefällt ihr und passt wie angegossen.
  • Nach einigen Wochen und zahlreichen Laufrunden bemerkt Marie, dass sich eine Naht an der Sporthose löst. Sie ruft die Hotline von SuperRunning an und beschreibt ihr Problem. Der freundliche Mitarbeiter bietet ihr direkt an, eine neue Hose zu schicken, die wenige Tage später bei Marie ankommt. Diesmal hat Marie lange Freude daran.

Maries Customer Journey hat sie an fünf verschiedenen Touchpoints vorbeigeführt: die Facebook-Werbeanzeige, die Website, Online-Bewertungen, das Paket, das Produkt und die Hotline. Fast überall hat sie positive Erfahrungen gemacht: Auch als das Produkt Schwächen zeigte, hat der Kundenservice des Herstellers schnell reagiert und das Problem zu Maries Zufriedenheit gelöst. Trotz einer negativen Erfahrung hat Marie insgesamt eine positive Customer Experience gemacht und wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder bei SuperRunning bestellen – die beste Voraussetzung für eine langfristige emotionale Kundenbindung.

Die Customer Journey am Beispiel von Marie

Was ist Kundenbindungsmanagement

Kundenbindungsmanagement ist ein Teilbereich des Customer Relationship Managements (CRM). Es umfasst die Kundenbindungsmaßnahmen und Kundenbindungsinstrumente,die ein Unternehmen anwendet, um die Kundenloyalität zu stärken. Das Kundenbindungsmanagement soll sicherstellen, dass die Erwartungen der Kunden an jedem Touchpoint sowie in jeder Phase der Customer Journey erfüllt werden und die Customer Experience als besonders positiv empfunden wird. Dafür ist es enorm wichtig, die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Kunden zu kennen – wie sonst wollen Sie die Kundenerwartungen erfüllen? Die zuverlässigste Quelle dafür sind die Kunden selbst – deshalb ist Kundenfeedback außerordentlich wertvoll für Ihr Kundenbindungsmanagement. Fragen Sie also die Personen, die Ihre Maßnahmen betreffen!

Warum ist Kundenbindung so wichtig?

Maßnahmen zur Kundenbindung bedeuten zum Teil einen großen Aufwand. Warum sollten Sie also Kundenbindungsmanagement betreiben? Um das zu beantworten, müssen Sie nur an den löchrigen Eimer denken: Es kostet Sie viel mehr Zeit und Geld, immer wieder für Kundennachschub zu sorgen, als bestehende Kunden zu halten. Es gibt viele Gründe, warum sich Kundenbindungsmanagement auszahlt:

  • Mit vielen loyalen Kunden im Rücken sind Sie gegen Preiskämpfe gefeit. Kunden, die emotional an Sie gebunden sind, werden nicht so schnell zum Wettbewerb abwandern, nur weil der günstigere Preise anbietet. Schließlich bekommen sie bei Ihnen auch mehr für ihr Geld – nämlich eine tolle Customer Experience. Und das ist den meisten Kunden auch etwas wert.
  • Unzufriedene Kunden hingegen gehen zur Konkurrenz: 89 Prozent der befragten Kunden gaben bei einer Studie des Hard- und Softwareherstellers Oracle an, dass sie aufgrund einer schlechten Customer Experience zu einem Wettbewerber gewechselt haben.
  • Wenn Sie Ihre Kundenbindungsrate um 5 Prozent verbessern, kann das laut Harvard Business School zu 25 bis 85 Prozent mehr Profit führen.
  • Kunden mit sehr guten Erfahrungen geben im Vergleich zu unzufriedenen Kunden in einem Jahr bis zu 140 Prozent mehr Geld aus, schreibt der Harvard Business Review.
  • Ihre treuen Kunden verschaffen Ihnen neue Kunden, indem Sie sie weiterempfehlen. Es gibt kaum ein effektiveres Werbemittel als persönliche Empfehlungen.
  • Stammkunden verzeihen Ihnen kleine Fehler schneller, sind nachsichtiger und verursachen somit weniger Reklamationen.
  • Kunden, die Ihr Portfolio gut kennen, bergen Innovationspotenzial: Sie können Ihnen mit ihrer Meinung und Erfahrung bei der Weiterentwicklung Ihrer Produkte helfen.

So werden Sie zum Customer Experience Hero!

Customer Experience Management ist der Schlüssel zur dauerhaften Kundenbindung. Worauf Sie dabei achten sollten, zeigt Ihnen unsere Infografik. Freuen Sie sich auf hilfreiche Tipps und wertvolle Einblicke. Werden Sie zum Customer Experience Hero!

Infografik Customer Experinece Management

Die wichtigsten Inhalte hier zum Nachlesen:

Was ist Customer Experience und warum ist sie so wichtig?

Positive Erlebnisse festigen die Bindung. Das ist in zwischenmenschlichen Beziehungen so und trifft ebenfalls auf Beziehungen von Kunden mit Unternehmen zu. Im Businessbereich heißt das, dass jeder Kontakt Ihres Kunden mit Ihrem Unternehmen die Kauf- und Weiterempfehlungsbereitschaft beeinflusst. Im besten Fall positiv: nämlich dann, wenn Sie eine positive Customer Experience schaffen. Das zahlt sich aus, denn Kunden mit einer starken Bindung …

  • empfehlen Ihr Produkt oder Ihren Service viermal häufiger.
  • kaufen mit einer fünfmal höheren Wahrscheinlichkeit wieder bei Ihnen ein.
  • … sind deutlich häufiger bereit, Ihre neuen Angebote auszuprobieren.

(Das berichtet die Harvard Business Review in Bezug auf eine Studie des CX-Forschers Peter Kriss.)

Um herauszufinden, wie es um Ihre Customer Experience bestellt ist, gibt es nur einen zuverlässigen Weg: sie zu messen.

Wie kann ich die Customer Experience messen?

Erfahren Sie, wie Ihre Kunden die Customer Journey erleben, indem Sie zunächst alle Touchpoints definieren, mit denen Ihre Kunden im gesamten Kaufzyklus in Berührung kommen. Machen Sie hierzu eine Bestandsaufnahme zusammen mit Ihrem Team: Gehen Sie systematisch vor und denken Sie auch an scheinbar unwichtige Berührungspunkte – wie etwa die Art der Versandverpackung. Mit etwas Kreativität verbergen sich hier Chancen für positive Erlebnisse. Im besten Fall können Sie sich so von Ihrer Konkurrenz abgrenzen und einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Analysieren Sie anschließend die Customer Journey innerhalb eines Touchpoints genau. Im Geschäft spielt neben Faktoren wie Preis und Warenpräsentation auch das Verkaufspersonal eine wichtige Rolle. Beim Warenversand ist nicht nur die Versandverpackung von Bedeutung – der Inhalt der Lieferung, die Rücksendemöglichkeiten und Beilagen zur Bestellung fallen ebenso ins Gewicht.

Nun können Sie mittels Ad-hoc-Befragungen unmittelbar nach dem Kundenkontakt herausfinden, wie Ihre Kunden die Customer Experience beurteilen. Um das Feedback einzuholen, nutzen Sie Kanäle wie E-Mail, Telefon oder stationäre Tablets im Geschäft. Über Social Media, eine App oder Ihre eigene Community können Sie permanent Feedback sammeln. Zusätzlich bieten sich Befragungen zur Trendbeobachtung an, die Sie zum Beispiel quartalsweise oder jährlich durchführen.

Nicht zuletzt liefern Kontextdaten wertvolle Erkenntnisse über die Customer Experience. Hierzu analysieren Sie das Surfverhalten mittels Eyetracking oder das Nutzerverhalten mit User Experience Tests.

Wie kann ich Kundenbindung messen?

Wie loyal Ihre Kunden sind, finden Sie ebenfalls in Befragungen heraus. Hierzu gibt es drei Dimensionen, die Sie messen können:

  • Fürsprache: Der Advocacy Loyality Index sagt Ihnen, wie zufrieden Ihre Kunden sind und wie hoch die Weiterempfehlungsbereitschaft ist. Der Net Promoter Score ist hier die Kennzahl, die die Wahrscheinlichkeit einer Weiterempfehlung angibt. Typische Fragen lauten: „Wie zufrieden waren Sie?" oder „Würden Sie uns weiterempfehlen?"
  • Kaufbereitschaft: Der Purchasing Loyality Index gibt Aufschluss darüber, wie hoch das Interesse an Zusatzkäufen und weiteren Produkten ist. Fragen Sie hier zum Beispiel: „Planen Sie, mehr bei uns einzukaufen?" oder „Haben Sie Interesse, weitere Produkte auszuprobieren?"
  • Treue: Der Retention Loyality Index gibt Ihnen einen Hinweis darauf, wie wahrscheinlich es ist, dass Ihre Kunden zum Wettbewerber wechseln. Fragen Sie ganz direkt: „Haben Sie zuletzt mit dem Gedanken gespielt, ein Konkurrenzprodukt auszuprobieren?"

Kundenbindung messen - Die drei Dimensionen

Wie kann ich meine Kundenbindung durch Customer Experience verbessern?

Wie Sie zum Customer Experience Hero werden, haben wir in diesen sieben Regeln zusammengefasst:

  • Denken Sie digital: Machen Sie Ihre Customer Experience „digital ready"! Erarbeiten Sie eine ganzheitliche digitale Strategie, die mit Ihren Offline-Aktivitäten harmoniert und brechen Sie Datensilos auf, um abteilungsübergreifend handeln zu können. Analysieren Sie die Daten, die Ihnen zur Verfügung stehen. Bieten Sie Ihren Kunden einen exzellenten Service – denn sie werden immer anspruchsvoller und teilen negative Erfahrungen in den Social Media.
  • Seien Sie schnell: Reagieren Sie sofort auf Feedback und Anfragen. Im digitalen Zeitalter erwarten Ihre Kunden eine schnelle Antwort.
  • Sammeln Sie Daten: Daten sind das neue Gold! Legen Sie KPI fest und ziehen Sie Schlüsse aus den Ergebnissen. Kombinieren Sie verschiedene Online- und Offline-Daten miteinander, um Prognosen zu erstellen.
  • Messen Sie Ihren Erfolg: Zeigen Sie in einfacher und anschaulicher Weise, was eine Verbesserung der Customer Experience monetär für Ihr Unternehmen bedeutet – beispielsweise indem Sie Finanz-KPI mit Customer-Experience- und Kundenbindungskenngrößen in Verhältnis setzen.
  • Optimieren Sie Ihre Maßnahmen: Behalten Sie die Entwicklung Ihrer KPI im Blick und lernen Sie aus Erfolgen und Misserfolgen. Leiten Sie Verbesserungen ein, wo es schlechter läuft und versuchen Sie, Erfolge auf andere Bereiche zu übertragen.
  • Fragen Sie Ihre Mitarbeiter:Niemand kennt die Wünsche Ihrer Kunden so gut wie Ihr Team. Holen Sie sich deshalb Feedback von Ihren Mitarbeitern und geben Sie ihnen die Möglichkeit, schnell und eigenverantwortlich auf Kundenfeedback zu reagieren.
  • Ziehen Sie als Chef mit: Eine kundenorientierte Unternehmensführung ist die Voraussetzung für erstklassiges Customer Experience Management. Die Top-Entscheider müssen zu 100 Prozent dabei sein. Dazu gehören eine offene Feedbackkultur sowie team- und abteilungsübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit.

Erfahren Sie noch mehr Details in unserer Infografik!

Welche Kundenbindungsmaßnahmen gibt es?

Kundenkarten, Rabatte, Gewinnspiele und andere vermeintliche Kundenbindungsinstrumente mögen zwar den einen oder anderen Kunden anlocken und auch zum Wiederkommen animieren, echte Kundenbindung werden sie jedoch nicht schaffen. Auch Zufriedenheit ist nicht genug, wenn es darum geht, loyale Kunden zu gewinnen. Der entscheidende Klebstoff in der Kundenbeziehung sind Emotionen. Die emotionale Kundenbindung, das Customer Engagement, ist die Königsdisziplin des Kundenbindungsmanagements. Das Ziel ist, dass aus Kunden Fans werden – wobei sich das nicht nur durch einen Klick auf den Gefällt-mir-Button äußert. Wahre Fans brennen für eine Marke oder ein Unternehmen und können sich ein Leben ohne die entsprechenden Produkte nicht mehr vorstellen.

Fans auf einem Festival - Durch Kundebindungsmaßnahmen werden aus Kunden Fans

Passionierte Kunden sind das Ziel: die vier Stufen der emotionalen Kundenbindung

Ihre Kunden werden in den seltensten Fällen sofort Feuer und Flamme für Ihr Produkt sein. Es gibt vier Stufen der emotionalen Kundenbindung auf dem Weg zum passionierten Markenbotschafter:

  • Vertrauen: Es ist die Grundlage für eine Kundenbeziehung. Hält das Unternehmen seine Versprechen? Nur wenn der Kunde diese Frage mit Ja beantwortet, kann eine Bindung überhaupt entstehen.
  • Integrität: Ihr Kunde ist einen Schritt weiter, Ihr Fan zu werden, wenn er davon überzeugt ist, dass er sich stets auf Ihr Unternehmen verlassen kann – auch wenn es mal Schwierigkeiten gibt. Geben Sie ihm stets die Gewissheit, dass Sie ein fairer Partner sind.
  • Stolz: Sie haben die nächste Stufe des Customer Engagement erreicht, wenn Ihr Kunde stolz ist, Ihr Kunde zu sein. Er identifiziert sich mit Ihrem Unternehmen und Sie haben mit ihm einen treuen Kunden gewonnen.
  • Leidenschaft: Ein passionierter Kunde sieht die Beziehung zu Ihrem Unternehmen als "perfect fit". Er kann sich nicht vorstellen, auf ein Produkt von der Konkurrenz zurückzugreifen. Bei diesem Kunden haben Sie alles richtig gemacht – er ist zu Ihrem Markenbotschafter geworden.

Um die letzten beiden Stufen der Kundenbindung zu erreichen, muss Ihre Customer Experience an jedem Touchpoint herausragend sein. Stolz und Leidenschaft sind starke Emotionen – die sie wiederum mit Emotionen wecken können.

Das Bauchgefühl entscheidet: Warum Emotionen für die Kundenbeziehung so wichtig sind

Wenn Emotionen im Spiel sind, gerät die Rationalität in den Hintergrund – deshalb spielt bei einer hohen emotionalen Kundenbindung der Preis des Produkts eine untergeordnete Rolle. Zudem bleiben Emotionen in unseren Köpfen hängen: Wir erinnern uns Wochen, Monate oder Jahre später nicht mehr an das Gesagte oder daran, was eine Person in einem bestimmten Moment gemacht hat – aber sehr wahrscheinlich an die Emotionen, die eine Situation in uns ausgelöst hat. Erinnerungen aus der frühen Kindheit sind meist mit starken Emotionen verknüpft. Bücher oder Filme, die uns berührt haben, bleiben uns im Gedächtnis. Deshalb ist die Emotionalisierung Ihres Produkts und der Customer Journey eine effektive Kundenbindungsmaßnahme. Eine positive Customer Experience (CX) über alle Touchpoints hinweg ist der Schlüssel dazu.

Begeisterte Mitarbeiter begeistern Kunden: Wie sich Employee Engagement aufs Customer Engagement auswirkt

Begeisterung ist ansteckend. Wenn Ihre Mitarbeiter für ihren Job brennen und Ihre Produkte lieben, können sie in Ihren Kunden dieselbe Leidenschaft entfachen – und nur dann! Employee Engagement und Customer Engagement stehen in Korrelation zueinander. Unternehmen, die ihre Wettbewerber in Customer Experience übertreffen, verzeichnen 50 Prozent mehr Mitarbeiterengagement als Unternehmen, die im Bereich CX im Rückstand sind – das fand die Temkin Group heraus, eines der führenden Customer-Experience-Beratungsunternehmen. Auch hier gilt: Feedback weist Ihnen den Weg zum Ziel – Mitarbeiterbefragungen sind der Schlüssel zu engagierten Mitarbeitern, die wiederum die Kundenerlebnisse verbessern.

Mit Customer Experience Management auf Erfolgskurs

Customer Experience Managements (CEM) oder auch Kundenerlebnismanagement hat das Ziel, positive Kundenerlebnisse zu schaffen, die zu einer emotionalen Kundenbindung führen und sie festigen. Es gibt vier Phasen des Customer Experience Managements – wobei Sie als kundenorientiertes Unternehmen die letzte Phase anstreben sollten:

  • Taktisch gesteuert: Sie haben bereits erkannt, dass Sie Ihre Kunden verstehen und kennen müssen, um eine Kundenbindung aufzubauen. Zu diesem Zweck holen Sie sich beispielsweise einmal im Jahr Kundenfeedback mittels eines anonymen Fragebogens, den Sie per E-Mail versenden. Damit analysieren Sie jedoch die Vergangenheit. Eine unmittelbare Reaktion auf das Feedback ist so gut wie unmöglich – dabei ist schnelles Handeln das A und O beim Kundenbindungsmanagement.
  • Reaktionsgesteuert: Sie versuchen, Ihre Kunden zu verstehen, indem Sie deren Verhalten analysieren und kategorisieren. Sie werten die gesammelten Informationen fortlaufend aus, die Ergebnisse sind aber nur sehr allgemein. Darüber hinaus lassen Sie Ihre Kunden anlässlich bestimmter Ereignisse – wie zum Beispiel ein Gespräch mit der Hotline – personalisierte Fragebögen ausfüllen und pflegen die Ergebnisse ins CRM-System ein.
  • Insight-gesteuert: Sie kennen die Customer Journey und die einzelnen Touchpoints und haben bereits ein detailliertes Bild von Ihren Kunden. Sie segmentieren Ihre Feedbackanfragen sehr fein und versenden sie direkt nach dem Kundenkontakt. Intern wertet eine für die gesamte Customer Experience verantwortliche Person die Fragen aus, die sich unmittelbar auf die vorangegangene Begegnung Ihres Unternehmens mit dem Kunden beziehen. Sie integrieren das Kundenfeedback intelligent in Ihre Geschäftsprozesse und kennen das Kundenverhalten an den verschiedenen Touchpoints.
  • Foresight-gesteuert: In Ihrem Unternehmen sind Customer Experience, Ihre Kunden sowie Feedback und Dialog wesentliche Bestandteile der Firmenkultur. Die Unternehmensführung basiert auf den Erkenntnissen aus dem Mitarbeiter- und Kundenfeedback. Sie binden Kunden über Feedback zu Produkten, Produktneuheiten und Dienstleistungen direkt in die Entscheidungsprozesse mit ein und handeln stets kundenorientiert. Sie wissen, dass loyale Mitarbeiter und Customer Experience zusammenhängen und arbeiten deshalb stets an einer positiven Employee Experience und messen die Mitarbeiterloyalität. Sie kombinieren die Ergebnisse mit denen aus dem Kundenfeedback und stellen die Berichte Ihren Mitarbeitern zur Verfügung und leiten entsprechende Maßnahmen ab. Dank der gewonnen Erkenntnisse können Sie das Verhalten Ihrer Kunden besser voraussagen

Wenn Sie es schaffen, Ihr Customer Experience Management auf die höchste Stufe zu bringen, werden Sie sowohl eine Vielzahl passionierter Markenbotschafter als Kunden haben als auch motivierte Mitarbeiter, die mehr Leistung erbringen – ein positiver Kreislauf, der Sie auf Erfolgskurs bringt.

Unser Whitepaper „Sehen Sie die Welt mit den Augen Ihrer Kunden" gibt Ihnen weiterführende Informationen zum Thema Customer Experience – inklusive fünf Profitipps sowie acht Fragen, mit denen Sie herausfinden, wie weit Sie im Bereich CX schon sind.

Customer Experience Messen - Whitepaper Teil 1

Case Studies: Kundenbindung durch Echtzeitfeedback an allen Touchpoints

Unsere Fallbeispiele zeigen Ihnen, wie erfolgreiche Unternehmen Kundenfeedback intelligent nutzen, um die Kundenbindung zu steigern. Erfahren Sie, wie die Schweizer Fluglinie SWISS, der liechtensteinische Werkzeughersteller Hilti und der deutsche Pay-TV-Marktführer Sky Deutschland ihren Kunden zuhören und so eine herausragende Customer Experience kreieren sowie beste Kundenbindungswerte verzeichnen.

SWISS: flexible, individuelle und kosteneffiziente Kundenbefragung

Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (SWISS) befördert jährlich rund 16 Millionen Passagiere. Höchste Produkt- und Servicequalität sind fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Dadurch möchte sich die Airline klar vom Wettbewerb abgrenzen – in einem Markt, der sich durch einen harten Preiskampf auszeichnet. Mit einem perfekten Flugerlebnis schafft SWISS ein Alleinstellungsmerkmal, das die Kunden an die Fluglinie bindet und unabhängig vom Preiswettbewerb macht. Die Customer Experience soll an allen 15 identifizierten Touchpoints exzellent sein – von der Buchung über den Bordservice bis hin zur Betreuung am Reiseziel. Eine Herausforderung, die nur mithilfe von Kundenfeedback zu meistern ist.

Swiss - Kundenzufriedenheit durch Feeback

Kundenbefragungen auf Papier lieferten wenig valide Ergebnisse

Um ihre Serviceziele zu erreichen, setzt SWISS auf Kundenbefragungen. Bis 2010 war dies jedoch eine aufwendige und logistisch komplizierte Aufgabe. Während des Fluges verteilte das Flugpersonal Papierfragebögen an die Fluggäste und sammelte die Zettel anschließend wieder ein. Ein schwerfälliges Verfahren, das methodische Schwächen aufwies: Die Flugreise, und somit auch die Customer Journey, war zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht abgeschlossen – eine Gesamtbewertung der Customer Experience fand also nicht statt. Zudem beeinflusste das Kabinenpersonal die Antworten, was zu Verzerrungen der Ergebnisse führte. Dieser sogenannte Interviewer-Einfluss kann bewusst oder unbewusst beispielsweise durch Aussehen, Auftreten und Sprechweise zustande kommen.

SWISS bekam also wenig valide Ergebnisse, auf die das Unternehmen aufgrund der zeitaufwendigen Logistik nicht schnell genug reagieren konnte. Insgesamt war der Ansatz gut, durch Kundenfeedback den Service zu verbessern – die Umsetzung war jedoch optimierungsbedürftig.

Die Lösung: individualisierte und flexible Online-Befragungen

Die Airline erkannte den Optimierungsbedarf ihrer Kundenbefragungen und setzte folgende Ziele:

  • Die gesamte Reiseerlebniskette wird abgebildet – bis hin zu der Gepäckauslieferung und sogar dem Service bei Gepäckverlust.
  • Der Interviewer-Einfluss soll beseitigt werden.
  • Eine intelligente Benutzerführung und Cross-Device-Optimierung der Fragebögen macht auch den Touchpoint der Befragung zu einem positiven Kundenerlebnis.
  • Die gewonnenen

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